OpenCode · Gemma 4 E4B · i.MX6-Software

Eine echte Aufgabe. Ein prüfbares Ergebnis.

Du wählst eine von fünf kleinen Aufgaben an echter i.MX6-Software. Nach 30 Minuten hältst du einen Geräte-Report, eine Log-Hypothese oder einen Test in der Hand. Erzeugt von einem kleinen Modell auf deinem Laptop, ohne dass ein Byte das Haus verlässt.

1 Aufgabe1 bis 2 Dateien12 Minuten1 sichtbarer Beleg

Das Setup verstehen

Die KI läuft auf deinem Entwicklerrechner

Der i.MX6 ist der Patient, nicht der KI-Rechner. Gemma E4B läuft mit OpenCode auf deinem Laptop. Das Gerät gibt nur Daten her: ausgecheckten Code, einen Log-Ausschnitt oder einen read-only Text-Dump direkt vom Gerät.

i.MX6-GerätDual-Core SoM, Custom Hardware, Embedded Linux, SD-Karte
Zwei Wege zu den DatenA: Code und Logs auf dem Laptop. B: read-only Skript auf dem Gerät, Output auf den Laptop.
OpenCode + Gemmafasst einen klar begrenzten Ausschnitt lokal zusammen
Test oder Reportzeigt, ob das Ergebnis brauchbar ist
Warum lokal?
  • interner Code und Gerätelogs müssen nicht hochgeladen werden
  • offline und unabhängig von einer externen API nutzbar
  • Werkzeugrechte und Dateizugriff bleiben kontrollierbar
Realistische Grenze
  • das kleine Modell verarbeitet keine beliebig grossen Logarchive zuverlässig
  • es kennt eure Hardware- und Geschäftsregeln nicht automatisch
  • ein Test, Befehl oder Engineer muss jede wichtige Aussage prüfen

Der rote Faden

So laufen die 30 Minuten ab

VerstehenWarum lokales Modell, enger Scope und Beleg?
AuswählenEine der fünf Aufgaben und das Arbeitsmaterial wählen.
AusführenPrompt einsetzen und genau ein Ergebnis erzeugen.
PrüfenTest, Report, Rohdaten oder Code-Stelle selbst kontrollieren.
TeilenErgebnis, Unsicherheit und nächsten Schritt zeigen.
Workshop-Ziel: Nicht möglichst viel Code erzeugen. Zeige, dass ein kleines lokales Modell eine konkrete Engineering-Aufgabe sinnvoll unterstützen kann, und dass du das Ergebnis überprüfen kannst.

Klare Arbeitsanweisung

Dein 12-Minuten-Sprint, Schritt für Schritt

1. Vor dem Absenden · 2 Minuten

  1. Wähle unten genau eine Aufgabe.
  2. Öffne OpenCode im passenden Repository oder Analyseordner.
  3. Kopiere den Prompt und ersetze jede [KLAMMER].
  4. Begrenze den Scope auf höchstens zwei Dateien oder einen kurzen Log-Zeitraum.

2. Ausführen · 7 Minuten

  1. Sende den ausgefüllten Prompt an Gemma E4B.
  2. Erlaube nur die im Prompt genannten, ungefährlichen Aktionen.
  3. Lies die erste Antwort. Bei falscher Annahme: sofort korrigieren.
  4. Nach sechs Minuten ohne Ergebnis: Datei, Zeitraum oder Ziel halbieren.

3. Prüfen · 3 Minuten

  1. Führe den angegebenen Prüfbefehl aus.
  2. Öffne den Report, Test oder Diff selbst.
  3. Notiere eine belegte Aussage und eine Unsicherheit.

Diese vier Angaben brauchst du

Wähle genau eine

Die fünf sinnvollsten Aufgaben

Unsicher? Starte mit Aufgabe 1 am eigenen Rechner. Willst du aufs echte Gerät, nimm Aufgabe 2. Beide sind read-only und verändern keinen Produktionscode.

Einfachster Startread-onlyLinux

1. Läuft das Linux-System gesund? (am eigenen Rechner)

Das bringt's: In Minuten ein reproduzierbarer Erstbefund statt Stochern. Du weisst danach, wo du weitersuchst.

Wähle das, wenn: ein Gerät langsam, instabil, voll oder auffällig wirkt, oder du den Check am eigenen Rechner ausprobieren willst.

Nach 12 Minuten: health_check_report.md mit Ampelstatus, Rohdaten und nächstem sicheren Check.

Prüfen: test -s health_check_report.md && sed -n '1,160p' health_check_report.md

Was bringt mir das?

Du bekommst in Minuten einen reproduzierbaren Erstbefund statt einer unsystematischen Suche. Der Report löst das Problem noch nicht, zeigt aber, ob du bei CPU, RAM, Datenträger, Prozess, Logs oder Netzwerk weitersuchen solltest. Auf einem Zielgerät nur in einer bereits autorisierten Sitzung und weiterhin read-only ausführen.

Aufs echte Gerätread-onlyi.MX6

2. Denselben Befund direkt vom i.MX6 holen

Das bringt's: Ein Ampel-Befund vom echten Gerät, ohne dich durch 200 Zeilen dmesg zu wühlen. Und ohne dass Gerätedaten in die Cloud gehen.

Wähle das, wenn: ein verbautes i.MX6-Gerät klemmt und du wissen willst, was es selbst über sich sagt: SD-Karte, Speicher, Kernel, Dienste.

So läuft es: ein kleines read-only Skript sammelt am Gerät, du ziehst die Textdatei auf den Laptop, Gemma fasst sie zusammen. Die KI berührt das Gerät nie.

Nach 12 Minuten: device_report.md mit Ampelstatus, zitierten Zeilen und einem nächsten sicheren Check.

Prüfen: Nimm einen 🔴 oder 🟡 Punkt aus dem Report und finde die zitierte Zeile in health_*.txt wieder.

Warum das Skript sammelt und die KI nur zusammenfasst

Auf einem i.MX6 mit knappem RAM und SD-Karte willst du kein Modell laufen lassen. Das Skript ist winzig, überall gleich und nur lesend. Die KI bleibt auf dem Laptop und sieht nur einen Textausschnitt. So bleibt das Gerät unberührt, vertrauliche Daten im Haus, und derselbe Ablauf skaliert auf viele Geräte.

read-onlyLogsHypothesen

3. Was ist in diesem Log-Zeitraum passiert?

Das bringt's: Aus einem Log-Ausschnitt der nächste prüfbare Diagnoseschritt. Geraten wird nicht.

Wähle das, wenn: du einen Absturz, Ladeabbruch, Timeout, Config-Reset oder Reboot anhand eines Log-Ausschnitts verstehen willst.

Nach 12 Minuten: eine kurze Timeline und höchstens drei prüfbare Ursachenhypothesen.

Prüfen: Suche zwei zitierte Zeitstempel in der Originaldatei und kontrolliere, ob die Reihenfolge stimmt.

Warum nicht einfach das ganze Log an ein stärkeres Modell senden?

Für grosse Archive ist ein stärkeres Modell oft besser. Der lokale E4B-Versuch ist sinnvoll, wenn Logs vertraulich sind, keine Cloud verfügbar ist oder du bereits einen engen Zeitraum und ein konkretes Symptom hast. Der Nutzen ist nicht „die Ursache erraten“, sondern aus Logs den nächsten überprüfbaren Diagnoseschritt abzuleiten.

nur TestdateiTDDLegacy Python

4. Einen Legacy-Fehler als Test reproduzieren

Das bringt's: Ein vages Problem wird reproduzierbar rot. Und bleibt es, wenn der Fix kommt.

Wähle das, wenn: ein bekanntes Fehlverhalten existiert, aber noch kein automatischer Test zeigt, wann es auftritt.

Nach 12 Minuten: ein fokussierter Test, der den Fehler reproduzierbar rot zeigt, oder bestehendes Verhalten dokumentiert.

Prüfen: Der Test schlägt aus dem erwarteten Grund fehl, nicht wegen Import, Setup oder Syntax.

Was bringt mir ein absichtlich roter Test?

Er macht ein vages Problem reproduzierbar und schützt später vor Rückfällen. Erst wenn du den Fehler zuverlässig rot gesehen hast, weisst du, dass ein grüner Test nach dem Fix wirklich etwas belegt. Genau diese Reihenfolge unterstützt der TDD-Skill.

nur TestdateiSafety-RegelRegression

5. Eine wichtige Geräteregel automatisch prüfen

Das bringt's: Eine Regel aus dem Kopf wird zum Wächter, den jeder Build erneut prüft.

Wähle das, wenn: eine Regel bei jeder Änderung gelten muss, heute aber nur im Kopf, Ticket oder Review existiert.

  • ohne Autorisierung kein Start der Ladung
  • ein Retry erzeugt keine zweite Session
  • ungültige Config überschreibt keine gültige Config
  • ein Grenzwert bleibt innerhalb des Hardwarebereichs

Nach 12 Minuten: ein kleiner Tabellen-Test mit mehreren Grenzfällen und einem klaren Ergebnis.

Prüfen: Kannst du die Regel verletzen, wenn du einen der vier Testfälle gezielt veränderst?

Was ist der konkrete Nutzen?

Die Regel wird vom Wissen im Kopf zu einem automatischen Wächter. Jeder spätere Build kann sie erneut prüfen. Das ist besonders wertvoll für Ladefreigabe, Zustandsautomaten, Retries, Config-Migrationen und Hardwaregrenzen. Der Test deckt nur die gewählten Fälle ab; er ist noch kein mathematischer Beweis. Er ist aber der verständliche erste Schritt in Richtung Property Testing und formaler Verifikation.

Die gemeinsame Auswertung

Fertig heisst: jemand anderes kann es prüfen

Definition of Done

  • genau eine Aufgabe bearbeitet
  • höchstens zwei Dateien oder ein enger Log-Zeitraum
  • Report, Test oder Finding selbst kontrolliert
  • Prüfbefehl oder Originalbeleg gezeigt
  • eine Unsicherheit des Modells benannt
  • kein Commit, Push, Deployment oder schreibender Zugriff auf das Gerät

30-Sekunden-Share-out

Vor dem Workshop installieren

Skills sind Arbeitsrezepte, keine neuen Modellfähigkeiten

Halte es minimal. Aufgabe 1, 2 und 3 brauchen keinen Skill, die Prompts sind vollständig. Nur für die zwei Test-Aufgaben lohnt sich einer.

Der eine Skill für heute

Der TDD-Skill passt zu Aufgabe 4 und 5: Test zuerst rot sehen, dann minimal grün machen.

Kurzer Preflight vor dem Sprint

Den kleinsten vorhandenen Testbefehl einmal vor dem Workshop ausführen.

Bewusst nicht im 12-Minuten-Sprint

Was danach sinnvoll weiterführt

Drei Richtungen, wenn der Sprint sitzt. Jede ist ein eigener Termin wert, nicht Teil der zwölf Minuten.

Eine kleine Funktion nach Rust portieren

Nimm eine reine Funktion mit 20 bis 40 Zeilen, schreibe zuerst Ein- und Ausgabe-Beispiele und portiere sie isoliert. Bei C oder C++ senkt Safe Rust die Memory-Risiken. Python ist schon memory-safe. Dort helfen eher statische Typen und vorhersehbarer Ressourcenverbrauch.

Von vier Testfällen zu echter Verifikation

Der nächste Schritt ist ein Property-Test über viele erzeugte Eingaben. Danach lässt sich eine reine Rust-Funktion mit einem Kani-Proof prüfen. Das Modell hilft beim Formulieren. Der Checker und die Annahmen bestimmen, was wirklich belegt ist.

SD-Karte: Sicherheit trotz lesbarem Code

Geh davon aus, dass Code und Binärdateien auf der Karte lesbar sind. Compilation und Obfuscation sind keine Vertrauensgrenze. Relevant sind signierter Bootpfad, ein authentischer dm-verity-Root-Hash, signierte Updates und gerätespezifische Schlüssel ausserhalb der SD-Karte.

Quellen